Mittwoch, 05. Februar 2025
Unseren letzten Tag im Ezhara Beach House beginnen wir mit einem Spaziergang am Strand vor dem Zmorge. Im Gegensatz zum Nachmittag oder Abend gibt es eine Vielfalt von Vogelarten zu beobachten, die nach Krebsen und Fischen Ausschau halten.
Nach dem Kaffee bleiben wir noch bis am Mittag sitzen und reden mit Hanna (Finnland, lebend in U.K.) und Michelle (Deutschland, München). Dann geht es ans Packen, nicht gerade unsere Lieblingsbeschäftigung. Noch weniger, wenn es um die Rückkehr geht. Als Belohnung machen wir einen, für diese Reise, letzten Schwumm im warmen Wasser des arabischen Meeres.
Hyacinth und Sanjana haben uns einen späten Lunch gekocht. Es steht Reis, Gemüse, Dal und würzig marinierter Fisch mit Crevetten bereit. Die Marinade besteht aus Chillipulver und Turmeric (Kurkuma) – die werden wir zu Hause auch einmal ausprobieren. Dazu gibt es getrocknete Haifisch-Stückchen mit Zwiebeln. Diese sind sehr salzig jedoch gut im Geschmack.
Dann ist es Zeit, sich zu verabschieden. Auf die Fragen, wann wir wieder kommen werden, können wir noch nicht konkret antworten. Eines ist klar, Hyacinth möchten wir auf jeden Fall wieder sehen. Unser Taxi wartet und zusammen mit Hanna fahren wir zu Kannur Railwaystation und beziehen unsere zwei Schlafgemächer im Nachtzug nach Mumbai. Wir bekommen ein abwechslungsreiches Abendessen, ein Masala Chai gehört natürlich auch dazu. Den Zmorge bestellen wir auch schon. Diesen wird uns am nächsten Tag zuverlässig serviert – Ahh Zugfahren in Indien ist der Hit. Wir sprechen am Abend noch lange mit einem jungen Mann aus Mumbai. Er ist geschäftlich unterwegs und leitet einen Grosshandel für Beschläge jeglicher Art, welche er containerweise aus China importiert. Er fragt uns viele Dinge über die Schweiz und unser Leben und erzählt uns aber auch einiges über seine «arranged marriage», Frau und seinen Kindern. Er ist Chain und darf keinem Lebewesen etwas zu leide tun. Daher ist er Vegetarier, esse aber auch kein Gemüsse, das im Boden wächst. Grund dafür sei, dass beim Herausziehen der Kartoffel kleinste Lebewesen getötet werden könnten. Wenn er aber geschäftlich unterwegs sei, dann halte er sich jeweils nicht so streng an diese Regel und esse auch Zwiebeln, Karotten und Kartoffeln.
«Chai, special Chai!» – Der Morgen ist da und der erste Chai schmeckt sehr gut. Wir benutzen noch schnell die Toilette, bevor es alle andern tun. Dann öffnen wir die Zugtüre uns schauen hinaus in die von Dunst behangenen Hügel. Es sind noch 160 km bis Mumbai. Wir haben gut in unseren Kajütenbetten geschlafen. Unter uns schliefen zwei Frauen mit ihren beiden Kindern tief und fest.


















